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Selber Bier brauen - Aus zum Bier!

Biersorten:

Die bekanntesten Biersorten in Deutschland

Deutschland ist zweifelsohne eine wahre Biernation, die, was den jährlichen Pro-Kopf-Konsum anbelangt, weltweit auf dem zweiten Platz zu finden ist. Was das Angebot betrifft, gibt es in deutschen Landes eine wahrhaftig gigantische Auswahl. Insgesamt produzieren 1.300 Brauereien schätzungsweise 5.000 unterschiedliche Biere. Neben den deutschlandweit verbreiteten Bieren gibt es eine breite Palette an Brauereien, die in erster Linie für den lokalen oder regionalen Markt brauen.

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Historische Entwicklung

In Deutschland war erstmalig vor etwa 1.300 Jahren die Rede. Im Mittelalter wurde es vornehmlich von Ordensgemeinschaften, wie den Paulanern oder den Franziskanern, in Klöstern für den Eigenbedarf produziert. Seit 1516 gibt es das deutsche Reinheitsgebot zur Sicherung der gängigen Qualitätsnormen. Dementsprechend sind, neben dem Brauwasser, nur Hopfen, Hefe und Malz als Zutaten deutscher Biere zugelassen. Eine Ausnahmestellung nehmen die sogenannten Craft Biere ein, die in kleinen privaten aber gewerblich ausgerichteten Mikrobrauereien hergestellt werden und, statt sich strikt an das Reinheitsgebot zu halten, eher experimentell ausgerichtet sind und weitere Zutaten ergänzend einsetzen. Die Absatzzahlen dieser Biere sind seit mehreren Jahren stetig im Aufwind.

Unterscheidungskriterien

Biere lassen sich, Biermixgetränke und alkoholfreie Biere mal außenvorgelassen, hauptsächlich anhand zweier Kriterien unterscheiden. Zum einen ist die Stammwürze (Faustregel: Stammwürze / 3 = Alkoholgehalt) nach Abschluss des Kochprozesses entscheidend. Anhand dieses Wertes lassen sich Einfachbiere (1,5 – 6,9 %), Schankbiere (7 -10,9 %), Vollbiere (11 – 15,9 %) und Starkbiere (16+ %) voneinander abgrenzen. Die Unterteilung hat in Deutschland vor allem steuerrechtliche Gründe. Anderseits lassen sich die Biere anhand des jeweiligen Senkprozesses der verwendeten Hefe in zweierlei Gruppen unterscheiden. Zu den obergärigen Bieren zählen etwa Ale, Altbier, Kölsch oder Weizenbier. Den untergärigen Bieren lassen sich zum Beispiel Sorten wie Pils, Lager, Export, Helles und Schwarzbier zuordnen.

Die beliebtesten Biersorten in Deutschland

Die beliebtesten Biersorten in Deutschland sind mit einigem Abstand Pilsener (vor allem im Norden), Export und Weizenbier (vor allem im Süden), wobei Pils mehr als die Hälfte des deutschen Gesamtbiermarktes ausmacht. Regional sind die Geschmäcker aber deutlich ausdifferenzierter.

  • Das Pilsener ist ein untergäriges Vollbier, das sich durch seine goldene Farbe und seinen feinherben bis bitteren Geschmack auszeichnet und seinem Namen der tschechischen Stadt Plzen (Pilsen) verdankt.
  • Export-Bier ist ebenfalls ein untergäriges Vollbier, das sich aber durch einen höheren Gehalt an Stammwürze und einen kräftigeren Geschmack im Vergleich zum Pilsener auszeichnet. Export wird daher oftmals als Premium Bier verkauft.
  • Weizenbier hingegen ist ein meist helles obergäriges Vollbier, für das, wie der Name schon verrät, Weizen statt Gerste verwendet wird. Der Geschmack ist im Vergleich zu den vorherigen beiden Biersorten lieblicher und spritziger.